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Das zündet!

© Shutterstock: Zahovaev K

Das zündet!

Die Wirkung von Zündquellen wird in der Praxis häufig unterschätzt oder nicht erkannt. Dabei kann ihre Kenntnis Arbeitsunfällen vorbeugen - oder gar Leben retten. Als Zündquelle wird jegliche Art der Energie bezeichnet, die theoretisch dazu in der Lage ist, Stoffe oder eine explosionsfähige Atmosphäre zu entzünden.

Dabei sorgt die abgegebene Energiemenge dafür, dass sich der Zündvorgang in diesem Gemisch fortpflanzt. Zündquellen sind durch einen chemischen, technischen oder mechanischen Vorgang oder durch einen Zustand oder Arbeitsablauf bedingt, der dazu geeignet ist, die Entzündung einer explosionsfähigen Atmosphäre auszulösen.

Diese Zündquellen können einzeln, oder in Kombination, auftreten:

  1. heiße Oberflächen (auch Reibungswärme bei heiß laufenden Teilen)
  2. Flammen und heiße Gase (Bsp. Gas-, Streichholz-, Schweißflammen, heiße Gase, Glut)
  3. Zündquellen durch mechanische Reib-, Schlag- und Abtrennvorgängen
  4. Elektrische Anlagen
  5. Elektrische Ausgleichsströme, kathodischer Korrosionsschutz
  6. Statische Elektrizität
  7. Blitzschlag
  8. Elektromagnetische Felder im Bereich der Frequenzen von 9 kHz bis 300 GHz
  9. Elektromagnetische Strahlung im Bereich der Frequenzen von 300 GHz bis 3000 THz bzw. Wellenlängen im Bereich von 1000 µm bis 0,1 µm (optischer Spektralbereich)
  10. Ionisierende Strahlung
  11. Ultraschall
  12. Adiabatische Kompression, Stoßwellen, strömende Gase
  13. Chemische Reaktionen

In der Praxis von Betrieben spielen die ersten sechs Zündquellen die größte Rolle.


Quellen:
  • TRGS 723 (7/8-2019) Technische Regel für Gefahrstoffe / "Gefährliche explosionsfähige Gemische – Vermeidung der Entzündung gefährlicher explosionsfähiger Gemische
  • TRBS 1252 (8/9-2006) Technische Regel für Betriebssicherheit / "Gefährliche explosionsfähige Atmosphäre – Allgemeines"
Weiterführende Links:
  • BAuA, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
  • BGRCI, Berufsgenossenschaft Rohstoffe und Chemische Industrie