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Was bedeutet eigentlich die IP-Schutzart bei Gaswarngeräten?

© Shutterstock: sculpies

Was bedeutet eigentlich die IP-Schutzart bei Gaswarngeräten?

Auf Gaswarngeräten ist immer eine IP-Schutzart angegeben. Dabei verweist "IP" als Abkürzung auf "Ingress Protection" (dt.: 'Eindringschutz'). Die verschiedenen Schutzarten sind durch den sogenannten IP-Code gekennzeichnet.

Der IP-Code ist in der europäischen Norm DIN EN 60529 beschrieben. Der Code kann in zwei Bestandteile zerlegt werden:

  1. zweistellige Ziffernkombination
  2. ein zusätzlicher Buchstabe (bei Bedarf)

Der IP-Code beschreibt den Schutz von Gehäusen gegenüber Eindringen von Festkörpern und Wasser.

Beispiele:

  • Der ToxiRAE 3, ein leistungsfähiger Schwefelwasserstoff-Melder, weist die IP-Einstufung IP-67 aus: Er ist vollständig staubdicht (Ziffer 6) und geschützt gegen zeitweiliges Untertauchen in Wasser (Ziffer 7). Damit ist dieses entsprechend gekennzeichnete Gerät besonders widerstandsfähig gegenüber den Umwelteinflüssen Staub und Wasser.

  • Andere Geräte weisen dagegen die Schutzart IP-54 auf; das bedeutet, dass diese Geräte staubgeschützt (Ziffer 5) und von allen Seiten gegen Spritzwasser (Ziffer 4) geschützt sind.

Eine Übersicht über alle IP-Schutzklassen bietet das Induux B2B Wiki.

  • Die erste Ziffer beschreibt, wie gut ein Gerät gegen Fremdkörper und Berührungen geschützt ist: 0 bedeutet keinen Schutz, bei einer 6 ist das Gerät staubdicht und vollständig gegen Berührungen geschützt.
  • Die zweite Ziffer beschreibt, wie gut ein Gerät gegen Wasser geschützt ist: Mit einer 0 besteht kein Schutz, mit einer 9 ist es gegen Wasser bei einer Hochdruckreinigung geschützt.

Hinweis:

Die Zuordnung zu einer Schutzart bedeutet nicht, dass ein Gaswarngerät unter den entsprechenden Umgebungsbedingungen immer bestimmungsgemäß die Gaskonzentration messen kann. Die Gehäuseschutzart IP 67 etwa sagt lediglich aus, dass keine bleibenden Schäden durch Staub und Eintauchen in Wasser zu erwarten sind.

Wenn Staub oder Wasser die Gaseintrittsöffnungen bzw. die Sensor-Schutzmembran verschließen, ist keine Messung mehr möglich, obwohl die elektrischen Bauteile bestimmungsgemäß funktionieren.


Quelle: